Es werde Licht
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Es werde Licht

Eine minimale Bewegung und das elektrische Licht ist in Funktion. Kaum vollstellbar, dass vor hundert Jahren nur rund sieben Prozent aller städtischen Haushalte über Strom und damit auch über Licht verfügten.

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Wandleuchte 'Schalterlampe d-lamp No 11', Entwurf Jürg Wiesendanger/ Theophil Butz, 1980.

Heute bieten die Hersteller eine nahezu unendliche Vielfalt an Leuchten. Dabei wurde Edisons Glühbirne über die Jahre durch effizientere Leuchtmittel ersetzt, denn Energiesparlampen verbrauchen bei gleicher Leuchtkraft eben deutlich weniger Watt. Lichtstärke ist messbar, für den Büroarbeitsplatz gilt ein Wert von 500 Lux. In den eigenen vier Wänden kommen wir auch mit Werten zwischen 50 – 200 aus, unsere Lesbarkeitsgrenze liegt bei unglaublichen 2 Lux. Gehen wir aber an einem wolkenlosen Sommertag vor die Tür, treffen uns dort bis zu 100. 000 Lux. Unsere Augen nehmen von dieser Strahlung den Bereich zwischen 380 – 780 Nanometer als Licht wahr. Der maximale Helligkeitseindruck entsteht bei Nanometer 555, schon bei den Nachbar-Wellenlängen 510 und 610 beträgt die Empfindlichkeit des Auges nur noch die Hälfte.
‚Licht ist eines der faszinierendsten Phänomene’ schreibt Andreas Holzinger im Vorwort seines Buches ‚Von der Wachskerze zur Glühlampe’. Wir stimmen zu und hoffen die obigen Informationen daraus korrekt wiedergeben zu haben.

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Stehleuchte, 1960er Jahre, Vereinigte Werkstätten München.

Zurück zu den 1960er Jahren. An ihrem Ende löste die Einführung der Halogen-Niedervolt-Technik die Entwicklung neuer Leuchttypen aus. Die Tischleuchte Tizio, von Richard Sapper 1971 für Artemide entworfen, gehört zu den prominenten Beispielen. Ebenso das vom Münchner Designer Ingo Maurer 1984 vorgestellte Niedervolt -Lichtsystem Ya-Ya-Ho. Beide Entwürfe – bis heute in Produktion- sind in zahlreichen Sammlungen vertreten, darunter auch im Museum of Modern Art.

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‚Es werde Licht’ blickt zurück und beleuchtet die Produkte der Vergangenheit. Und weil der Zauber des Kerzenlichts noch lange nicht erloschen ist, erscheint anlässlich der Ausstellung NauaHuni, ein Entwurf der Designerin Ingrid Gossner.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Edition NauaHuni, Entwurf Ingrid Gossner, 1996/2015, Künstlersignet, Auflage 10 Exemplare

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